Erfahrungsbericht und Test des Sony Xperia Z Ultra

xperia-z-ultra-hero-blackJetzt habe ich das große Smartphone von Sony schon ein paar Monate im Gebrauch und bin hell auf begeistert.

Meine Anwendungsgebiete für eine Smartphone ist die klassische Wollmilchsau, die alles kann. Das wirklich große 6,4 Zoll große Flaggschiff von Sony erfüllt diesen Anspruch bis auf ein paar Kleinigkeiten. Es hat keine LED Leuchte die dunkle Bilder ausleuchten könnte (ein Tribut an das schlanke Gehäuse welches nur 6,5 mm dünn ist) und die Sprachqualität ist nicht wirklich eine der besten (sicher ein Tribut an das wasserdichte Gehäuse).

Was mir besonders wichtig war, daher auch der Wunsch nach einem großen Display, ich möchte mit meinem Smartphone auch lesen und zwar nicht nur E-Books sondern auch PDFs. Das geht mit der richtigen Reader App (ich benutze für epub Bücher die App „Aldiko“ und für PDFs benutze ich die „PDF Viewer“ App). Im Querformat kann man damit wunderbar PDFs auch beim Sport auf dem Crosstrainer lesen.

Was hat es nicht das gute Sony Smartphone, eine LED um Bilder der Kamera ausleuchten zu können, die fehlt, ansonsten ist alles dabei sogar mehr als bei den Mitbewerbern. Die Xperia Z Reihe ist wasserdicht, das dachte ich braucht man nicht wirklich, aber wenn man es mal wirklich reinigen will, steht dem Einsatz von Wasser und Spülmittel nichts im Weg, braucht man nicht oft aber wenn man es braucht ist es angenehm. Man kann daher auch Fotos unter Wasser machen, da steigen die meisten Mitbewerber schon aus.

Akkulaufzeit

Dem Akku kann man bei Spielen oder Anwendungen die den Prozessor und den Bildschirm gleichzeitig benutzen (Navigation) zuschauen wie er sich entlädt. Das habe ich so bei noch keinem anderen Smartphone erlebt und war zuerst geschockt. Wenn man es sich dann aber genauer überlegt und auch daran denkt, dass hier einer der größten Smartphone Displays verbaut ist zusammen mit dem momentan schnellsten Quadcore Prozessor dem 2.2 GHz Qualcomm MSM8974 dann sollte einen das nicht mehr wundern.

Sony-Xperia-Z-Ultra-EnergiesparmodusÄrgerlich ist es aber trotzdem. Ich hätte das gute Stück auch sofort zurückgeschickt, wenn ich nicht einen Langzeittest vor gehabt hätte. Die Software macht einen bald auf den Sony Energiesparmodus „STAMINA“ aufmerksam, den man doch mal ausprobieren sollte. Gesagt getan und ich staunte nicht schlecht. Im STAMINA Modus werden alle Apps sozusagen abgeschaltet und verbrauchen dann im Ausgeschalteten Zustand keinen Strom. Man kann Ausnahmen angeben, wie z.B. WhatsApp um nicht von aktuellen Meldungen ausgeschlossen zu werden. Standardmäßig werden Telefonate und SMS trotzdem immer empfangen. Diese Aktion spart dann aber wirklich viel Akkuleistung. Solange man nicht spielt oder navigiert kommt man sich in alte Zeiten zurückversetzt vor als Handys noch keine Touchscreens hatten und einen Computer ersetzen konnten. Der Akku hält und hält und hält. Bei der Navigation hat sich der Akku trotz Anschluss an den Zigarettenanzünder noch entladen. Ich hatte zwar extra einen Ladeadapter mit 1,2 Ampere Leistung besorgt, das scheint das Sony aber nicht wirklich beeindruckt zu haben (hier kann ich aber nicht wirklich sagen ob es am Billig-KFZ-Ladegerät aus Hongkong lag oder das Sony wirklich so Stromhungrig ist).

Display

Wenn man sich die Vergleichsbilder anschaut (Bild der Smartphones) dann wirken die Sony Smartphones sehr blass gegenüber den Samsung Modellen. Das liegt aber nur an den Einstellungen. Mein Sony Xperia Z Ultra fährt die Helligkeit richtig hoch wenn ich z.B. die Aldiko Reader App gestartet habe. Man kann die Helligkeit aber auch in den Einstellungen höher einstellen.

Leider ist das Display etwas Winkelabhängig, das merkt man aber kaum. Die Farben werden nur unmerklich blasser wenn man etwas schräg über das Display schaut.

Fantastisch ist aber die Möglichkeit viel mehr Apps auf dem Startscreen abzulegen als auf anderen Smartphones mit ähnlich großen Displays. Selbst beim Samsung Mitbewerber Galaxy Note 3 kann man nur die üblichen 5 Icons nebeneinander und entsprechend übereinander anzeigen. Dort bringt einem das große Display keinen Vorteil gegenüber kleineren Smartphones. Anders beim Sony Xperia Z Ultra, da sind es sieben Icons nebeneinander und sechs übereinander. Hier kann man sich seinen „Desktop“ so richtig „zumüllen“. Die anderen virtuellen Screens rechts und links davon braucht man dann bald nicht mehr, wirklich praktisch. Bei den Mitbewerbern kann man das nur über spezielle Launcher Apps nachrüsten.

Der Touchscreen soll sich auch mit Kugelschreiber oder Bleistift bedienen oder beschreiben lassen. In meinen Tests funktionierte das mit Kugelschreibern eher schlecht, mit dem Bleistift aber immer super. Mit einem Kreuzschlitzschraubenzieher ging es auch wunderbar und mit meinem Fingernagel konnte ich das Xperia Z Ultra immer, auch mit verschwitzten Händen, gut bedienen.

Unter diesem Link findet ihr das Video von unserem Stift-Test.

http://youtu.be/-80ySrBg-Oc

 

Sprachqualität

Kommen wir zu einem leidigen Thema, ich muss sagen ich liebe dieses Phablet aber wenn ich damit Telefonieren muss dann ist das jedes Mal ärgerlich. Der Gesprächspartner hört sich so an als würde der Digital-Analog-Wandler nicht gut arbeiten. Man versteht ihn aber er hört sich etwas rau an. Das ist meiner Meinung nach der einzige Wermutstropfen des großen Smartphones. Vielleicht sind die Sony Produktmanager nicht davon ausgegangen, dass viel mit dem kleinen Tablet telefoniert werden würde womit sie bei mir auch Recht behalten haben.

Kamera

Die Kamera ist sicher im Android Umfeld eine der besten. Wir haben sie mit anderen Smartphones verglichen und sie hat dabei mit ihren 8 Megapixeln eine sehr gute Figur gemacht. Auch die Videoqualität war sehr gut. Die Vergleiche könnt ihr euch hier anschauen:

http://youtu.be/mnBk-DCbr1o

Speicher

Der eingebaute Speicher ist mit 16 GB sicher etwas knapp für so ein teures Gerät, das Samsung Galaxy Note 3 kommt mit 32 GB internem Speicher daher aber man kann den Speicher mit einer Micro SD Karte um 64 GB erweitern wenn man das braucht. Man kann anscheinend bei Sony Xperia Modellen keine Apps auf die Speicherkarte installieren oder verschieben, was etwas verwundert da dies eine Funktion von Android ist welche hier wohl absichtlich beschnitten wurde. Das ist ärgerlich, aber mir ist noch keine Anwendung untergekommen wo die 16 GB interner Speicher nicht ausgereicht hätten.

Design

Design ist immer auch Geschmackssache, aber was mich am meisten begeistert ist, dass es so groß und so dünn ist. Das ganze mit Glas auf der Vorder- und Rückseite umrandet mit Metall, das sieht schon toll aus und man macht egal wo man ist Eindruck mit diesem großen und eleganten Gerät. Zum Angeben, „Ich habe den längst..“ häm, „das Größte“ ist es ideal. Ein Glück habe ich es zum Arbeiten und nicht zum Angeben 😉

Fazit

Wie schon gesagt, ist mein Anwendungsgebiet das Arbeiten, E-Mails lesen und schreiben, Recherchieren, Lesen und das habe ich vorher mit noch keinem Smartphone besser gekonnt als mit dem wirklich großen Sony Xperia Z Ultra. Es passt sogar in meine Jackeninnentasche, zwar nur knapp aber es passt und auch in die Rucksackobertasche. Wer will kann es auch in die Hosentasche stecken kann sich dann aber nicht mehr hinsetzen. Die fehlende LED für Fotoaufhellung stört mich nicht, da ich Fotos in Dunkelheit selten machen muss und auch die nicht ganz optimale Sprachqualität würde mich nicht vom Kauf abhalten. Im Vergleich zum Hauptkonkurrenten dem Samsung Galaxy Note 3 hat es weniger internen Speicher. Man kann mit Bleistiften und manchen Kulis direkt auf dem Display schreiben, dafür trägt das Note 3 seinen Stift immer mit dabei und die Sprachqualität beim Samsung Model ist gewohnt gut also besser als die beim Sony. Wer aber wie ich wirklich wert auf ein großes Display legt kommt um das Sony nicht herum, es ist nicht nur sehr viel größer sondern sieht auch besser aus als das Samsung Note 3. Wer sein Smartphone zum angeben benutzt der sollte sich auf jeden fall das edle Design und die Größe des Sony Xperia Z Ultra besorgen.

 

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About the Author : Fabian Gränzer


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