LG G2 im umfangreichen Alltagstest

In diesem Artikel stelle ich Ihnen das LG G2 vor. Nach einem intensiven zweiwöchigen Test möchte ich ein Fazit abgeben. Da das Smartphone als einziges Gerät in dieser Zeit genutzt wurde, konnten so sämtliche Alltagssituationen getestet werden. Das Gerät mit der Modelbezeichnung LG-D802 lag in der Variante mit 32 GB Speicher und der Android Version 4.2.2 vor.

Alltagstest des LG G2

Der erste Eindruck

Beim ersten Begutachten des LG G2 entstanden positive sowie negative Eindrücke. So gefiel am Anfang gleich einmal die Front. Das LG sieht von vorne sehr Edel aus und begeistert durch einen extrem schmalen Gehäuserand links und rechts vom Display.

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Negativ fällt aber die Dicke auf (Maße: 138,5 x 70,9 x 8,99 mm). Auch das Gewicht von 140 Gramm orientiert sich leider nicht an guten Vorbildern wie dem Galaxy S4 oder dem iPhone 5S. Zudem fühlt sich das Gerät hinten auch wirklich nach Plastik an.

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Die Knöpfe

Knöpfe sucht man zuerst vergeblich am G2, wenn man an den üblichen Stellen sucht. Die einizige knöpfe befinden sich nämlich auf der Rückseite. Hier kann man die Lautstärke festlegen sowie das Smartphone ein oder ausschalten.

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Liegt das Gerät auf den Tisch, so kann man es über den Knopf auf der Rückseite wieder reaktivieren (Bildschirm einschalten). Da man dazu das LG G2 immer in die Hand nehmen müsste, hat sich der Hersteller eine Klopf-Funktion ausgedacht. Tippt man zweimal auf das Display, so schaltet sich der Bildschirm wieder an. Ist er bereits an, so schaltet das Klopfen das Display wieder aus.

Diese Funktion ist eigentlich gut gelungen. Im Alltag kam es aber ab und an vor, dass man vier oder gar sechsmal Klopfen musste.

So praktisch wie die Tasten auf der Rückseite vielleicht auch sein mögen, meiner Meinung nach zerstören sie allerdings das Design.

Stabilität

Obwohl es ein High-End Gerät mit einem Quad-Core Prozessor und aktuellem Android ist, häuften sich leider einige App Abstürze. Dies kam nicht nur bei Spielen vor, sondern auch bei zwei bis drei Apps. Ob es an den Apps liegt oder am Gerät kann somit nicht 100% festgestellt werden.

Ansonsten arbeitet das System schnell und öffnet alle wichtigen Funktionen fix.

Tastatur

Ein wirkliches Ärgernis, welches unbedingt beseitigt werden muss ist die Tastatur. Nun hatte ich bereits mehrere Android Geräte, zwei iPhone Modelle und ein Windows Phone in Benutzung. Bei keinem habe ich mich aber derart oft vertippt, wie beim LG G2. Am häufigsten nahm die Tastatur beim schreiben die Leertaste nicht an oder selektierte die Nachbarbuchstaben.

Da über den eigentlichen Buchstaben noch Zahlen sind, werden diese häufige ausgewählt, wenn man einen Buchstaben aus der ersten Reihe auswählt.

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Menüband

Unter dem Menüband verstehe ich zum einen die Standardicons am unteren Displayrand, welche auf jedem Homescreen gleich bleiben und zum anderen die Softkeys „Zurück“, „Einstellungen“ und „Home“.

Diese beiden Menüs lassen sich wunderbar individuell anpassen. So lassen sich hier noch andere Icons oder Funktionen über die Einstellungen kinderleicht hinzufügen.

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Quick Remote

Eine nette kleine Funktion (App) ist Quick Remote. Mit dieser Funktion lassen sich Geräte per Infrarot bedienen. So hat das LG G2 nach kurzer Einrichtung meine herkömmliche Fernbedienung ersetzt. Die Bedienung funktioniert einwandfrei, auch wenn man das Smartphone etwas genauer zum Fernseher strecken muss als die eigentliche Fernbedienung.

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Akku

Auf der LG Seite wird mit einem besonders guten Akku geworben, was ich so leider nicht ganz unterstreichen kann. Mit abgeschalteten GPS, einer Display-Beleuchtung von 60% und eingeschalteten WLAN hält der Akku bei meiner Benutzung nur 1 – 1,5 Tage. Spiele ich noch ab und an mit dem Gerät, so hält der Akku maximal einen Tag.

Ein Traum wäre hier eine Akkuladung, welche eine Woche im echten Alltag aushalten würde.

Fazit

Das LG G2 hat seine Stärken und ist wirklich kein schlechtes Gerät. Für den derzeitigen Preis würde ich mir aber lieber ein Samsung Galaxy S4 holen, was hauptsächlich am Design und den Maßen liegt.

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