Cloud Computing im Detail erklärt

In sämtlichen News wird ständig über das Thema Cloud Computing berichtet.
Man kann sich schon denken, dass es sich dabei um einen Begriff aus der Informationstechnik handelt. Doch was kann ich mir unter Cloud Computing vorstellen? Für wen ist diese Technologie sinnvoll? Was sind die Vor- und Nachteile?

Cloud Computing

Stellen Sie sich vor:

Sie sind Geschäftsleiter eines Konzerns. Sie und ihre Mitarbeiter starten täglich den Computer, verbinden sich anschließend mit dem Server um ihre Anwendungen starten und nutzen zu können. Ihre Vertriebsmitarbeiter arbeiten im Außendienst, bekommen die E-Mails auf ihre Smartphones und stellen nach dem Kundentermin via VPN eine Verbindung zum Server her, um die Tätigkeiten oder Angebote im Warenwirtschaftssystem zu erfassen. Damit dies möglich ist, benötigen sie mehrere Server, welche die Dienste und Anwendungen zur Verfügung stellen. Diese sogenannten Serverlandschaften (=mehrere Server) sind kostenintensiv, da sie in gewissen Abständen einer Wartung unterzogen werden müssen.

Die Technik entwickelt sich stets weiter, um uns, unter anderem, die Arbeit zu vereinfachen und die Kosten zu senken. Durch Cloud Computing ist die Möglichkeit gegeben die eigenen Serverlandschaften abzuschaffen. Wie dies funktioniert, möchte ich Ihnen Anhand folgender Grafik darstellen:

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Abbildung 1: Vereinfachte Darstellung von Cloud Computing

In der IT (Informationstechnik) wird das Internet als „Wolke“ (=Cloud) dargestellt. Hinter einer Cloud verstecken sich von dem jeweiligen Anbieter die Serverfarmen. Auf diesen Servern laufen unter anderem verschiedene Applikationen oder Serverdienste. Man kann ab sofort über das Internet auf den Server bzw. auf die installierten Anwendungen zugreifen und diese nutzen. Cloud Computing basiert auf der Client-Server Technologie.

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Abbildung 2: Darstellung von Serverfarmen

Der große Vorteil, der sich durch diese Technologie ergibt ist, dass man keine eigenen Server mehr im Unternehmen benötigt. Durch Cloud Computing fallen somit zum Beispiel die Stromkosten weg, es werden keine Wartungsarbeiten für die Server mehr benötigt und bei Hardwaredefekten haftet man nicht mehr für die Kosten. Der einzige Kostenfaktor die durch Cloud Computing anfallen, sind die „Traffic“- bzw. die Mietkosten der Server.

Ein kleines Cloud Computing System haben Sie mit Sicherheit von Google schon genutzt. Sie surfen im Web, „googeln“ nach Dokumenten und die Seite wird nicht als HTML, sondern von Google Docs dargestellt. Dort wird ihr gesuchter Inhalt in einer Word- oder Excel- Tabelle angezeigt. Wie Sie sehen, benötigen Sie in diesem Fall ihr eigenes Office Produkt nicht mehr, da Google diese Seite schon im Internet anzeigt.

Ein weiterer Vorteil der Cloud für große Konzerne ist es, dass keine teuren Computer mehr für Office Anwendungen benötigt werden, da der gemietete Server jegliche Rechenleistung für uns übernimmt. Als Alternative zum Computer benötigt man nur noch einen Thin Client, dieser stellt über das Internet eine Verbindung zum gemieteten Server her und nutzt dort z.B. sein Windows.

Dadurch, dass unsere privaten Daten und Firmendaten beim Anbieter auf dem Server liegen, können wir leider nicht nachvollziehen, was dieser mit unseren Daten anstellt oder ob er bestimmte Dinge sammelt wie z.B. Kundendaten. Nutzt man Cloud Computing, sollte eine schnelle Internetverbindung gegeben sein, um einen optimal Arbeiten zu können. Ein weiterer Minuspunkt für die Cloud ist, dass die „Webanwendungen“ langsamer als lokal installierte Anwendungen arbeiten.

Für die, die nicht gerne lesen, ein kleines Video zum Thema Cloud Computing:

Direkt zum Video.

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